Öffnungszeiten
Mo. - Do. 8 - 19 Uhr
Fr.
8 - 15 Uhr
und nach Vereinbarung

Therapiemethoden

Neben der klassischen Krankengymnastik bieten wir folgende Therapiemethoden an:

  • Schlingentisch / Extension
  • Wärmepackungen (Moor)
  • Rotlicht
  • Heiße Rolle
  • Eispackungen
  • Magnetfeldtherapie

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine Behandlungsmethode, bei der Funktionsstörungen des Bewegungsapparates genau analysiert werden um diese zu beheben. Eingeschränkte und blockierte Gelenke werden weich mobilisiert, um das Zusammenspiel von Gelenken, Muskeln und Nerven wieder herzustellen.
Angewendet werden dabei gelenknahe Griffe, Dehntechniken für verkürzte Muskulatur sowie stabilisierende Übungen.

Bobath-Therapie für Erwachsene

Die Bobath-Therapie für Erwachsene wurde für Krankheitsbilder mit zerebralen (hirnbedingten) Bewegungsstörungen entwickelt. Die häufigste Erkrankungen sind der Apoplex (Schlaganfall), Multiple Sklerose, intrazerebrale Blutungen, Morbus Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma und Hirntumore. Die Hauptprobleme bestehen hierbei in teilweisen oder vollständigen Lähmungen eines Körperabschnittes, in Haltungs- und Gleichgewichtsstörungen, in schlaffer oder spastischer Muskelspannung sowie in Störungen der Körperwahrnehmung.
In der Bobath-Therapie werden gesunde Hirnregionen daraufhin trainiert, Aufgaben aus den erkrankten Regionen zu übernehmen, d. h. neu zu erlernen. Ziel ist es, Bewegungsabläufe zu koordinieren und Muskelspannung zu harmonisieren.

Bobath-Therapie für Kinder

Die Bobath-Therapie für Kinder ist primär ausgerichtet auf die Behandlung von angeborenen und / oder erworbenen Störungen des Zentralnervensystems sowie bei sensomotorischen Auffälligkeiten
wie z. B. Lageasymmetrien, Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungsstörungen, erhöhte oder schlaffe Muskelspannungen. Behandlungsbedarf in dieser Form entsteht teilweise bei Früh- und Mehrlingsgeburten. Bei etwas älteren Kindern kommen auch Gangunsicherheiten, Gleichgewichtsstörungen, Fehlhaltungen und Skoliosen hinzu.
Ziel ist es, Muskelspannung zu harmonisieren, Bewegungsabläufe zu koordinieren und die Körperwahrnehmung zu schulen. Die Behandlung wird meist in eine Spielsituation eingebettet, so dass die Anforderungen an das Kind spielerisch umgesetzt werden können.

Vojta-Therapie

Das Vojta-Prinzip setzt an der sogenannten Reflexlokomotion (oder Reflexfortbewegung) an. Die menschliche Aufrichtung und Fortbewegung basiert auf angeborenen Bewegungsmustern, d. h.: auf einen bestimmten Reiz erfolgt stets eine gleiche Reaktion, die nicht bewusst gesteuert werden kann. Bei Schädigungen des Zentralnervensystems stehen die angeborenen Muster  zum Greifen, Umdrehen, Aufstehen und Laufen nur eingeschränkt zur Verfügung.
Durch einen gezielte therapeutischen Reiz (Druck) wird eine definierte automatische Bewegungsantwort ausgelöst, die die Aufrichtung und Fortbewegung des Menschen fördert.
Kombination und Variation der auslösenden Reize lassen eine individuelle Anpassung an die Krankheitsbilder und an das Behandlungsziel zu.
Die häufigsten Einsatzgebiete sind:

  • zerebrale Paresen (z. B. Hemiparese, Tetraparese)
  • zentrale Koordinationsstörungen im Säuglingsalter
  • periphere Lähmungen
  • Skoliosen
  • Hüftdysplasien
  • u. v. m.   
  • Beeinflusst werden auch Zungen- und Kieferbewegungen (Saugen, Schlucken), Blickwendung, Funktion von Blase und Darm und die Atmung.
  • Im Säuglings- und Kleinkindalter ist das Zentralnervensystem deutlich formbar, aber auch bei  Erwachsenen lassen sich noch gesunde Bewegungsmuster bahnen. Von der Vojta-Therapie profitieren somit auch Patienten mit Multipler Sklerose, Apoplexie, Lähmungen beim Querschnitt und ähnliche Störungen.

Massage

Die Massage ist eine Therapieform, bei der manuelle Grifftechniken eingesetzt werden (z. B. Knetungen, Walkungen, Friktionen und Ausstreichungen) mit dem Ziel, verspannte und verkrampfte Muskulatur zu lockern, die Durchblutung zu verbessern, Schmerzen zu lindern und den Abtransport von Stoffwechselendprodukten zu unterstützen.
Die Wirkung einer Massage kann verstärkt werden durch eine vorhergehende Wärmeanwendung in Form von Packungen, Rotlicht oder Heißer Rolle. 

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage dient der Entstauung des Körpers bzw. Körperabschnitten, wenn es aufgrund von Entfernung der Lymphknoten, Verletzungen, Operationen und anderen Erkrankungen zu Ödemen gekommen ist. Dabei versucht die Therapeutin durch weiche, manuell ausgeführte Kreisbewegungen, Pump- und Schöpfgriffe den Lymphfluss anzuregen. Dabei werden zuerst die Hauptsammelstellen für die Lymphflüssigkeit drainiert, um eine Sogwirkung auf die entfernteren Lymphgefäße zu erzeugen. Somit wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Lymphgefäße gedrückt und das Bindegewebe gelockert.
Ergänzende Maßnahmen sind das Anlegen eines Kompressionsverbandes, Kompressionsstrümpfe und entstauende Übungen. 

Beckenbodentraining

Die Beckenbodengymnastik findet Anwendung bei diversen Dysfunktionen wie Harn- oder Stuhlinkontinenz, Senkungszuständen von Gebärmutter, Harnblase oder Darm, sowie nach gynäkologischen und urologischen Operationen.
Neben der Gymnastik wird die Anatomie des Beckenbodens vermittelt sowie Tipps gegeben für die Bewältigung des Alltags. Die praktischen Übungen schulen die Wahrnehmung, Entspannung und Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur. Sie schulen die Körperhaltung und entlastende Techniken beim Bücken und Heben.

Atemtherapie

Die Atemtherapie wird eingesetzt bei Erkrankungen und Funktionsstörungen der Atemwege.
Dieses sind z. B.:

  • Asthma bronchiale
  • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • chronische Bronchitis
  • Emphyseme
  • restriktive (einschränkende) Ventilationsstörungen wie bei Skoliosen, Trichterbrust, M. Bechterew etc.
  • nervöse Atemstörungen.

    Ziele der Atemtherapie sind u. a.:
  • Rumpf- und Atemmuskulatur zu lockern und zu stärken
  • Gelenkverbindungen (Rippen, Wirbelsäule, Schultergürtel etc) zu mibilisieren
  • Erweiterung der Lungenkapazität
  • Lösung und Abtransport von Sekretansammlungen
  • Verbesserung der physiologischen Atembewegungen
    allgemeine Leistungssteigerung, Entspannung.

    Kombiniert wird die Atemtherapie oft mit Wärmebehandlungen. Sie gliedert sich in manuelle Reiz- und Lockerungsgriffe und in aktive Atemgymnastik, die täglich selbständig weitergeführt wird.

Behandlung der Kiefergelenke

Die Behandlung der Kiefergelenke zielt ab auf Störungen des Zusammenspiels von Unterkiefer (Mandibula) und Schädel (Cranium). Man bezeichnet diese als craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD). Symptome können sein:
Knacken/Reiben der Kiefergelenke beim Öffnen und Schließen des Mundes
nächtliches Knirschen und Reiben
Kopfschmerzen, ebenso auch im Gesicht oder in den Ohren
Verspannungen der Schulter-Nacken-Region
Bewegungseinschränkungen der Kiefergelenke und/oder der Halswirbelsäule
Probleme im Aufbiss, Passung der Zähne aufeinander
Die Behandlung ist eine Kombination aus Manueller Therapie, klassischer Krankengymnastik zur Haltungskorrektur, Massage- und Dehntechniken. Sie kann wirksam ergänzt werden durch Wärme- oder Kälteanwendungen, Entspannungsübungen und Stressmanagement.
Eine Kooperation mit Zahnärzten ist unerlässlich, um dentale Ursachen analysieren und behandeln zu lassen.

Faszienbehandlung

Faszien sind dünne, zähe, milchig-weiße bindegewebige Häute, die alle Muskeln und Organe unseres Körpers umhüllen und voneinander abgrenzen. Sie geben ihnen Form und Halt, sind durchzogen mit feinsten Nervenfasern. Zwischen ihnen wird die Lymphe abgeleitet, jede Muskelbewegung unterstützt den Transport der Lymphe. Auf Grund von Verspannungen, Narben, Stress, Operationen, falscher Haltung und anderen Faktoren kommt es somit zum Stau und die Faszien können verkleben. Die gravierenden Folgen sind Schmerzen, schnelle Ermüdung der Muskulatur und Einschränkung in der Beweglichkeit.
Durch eine manuelle Faszienbehandlung lassen sich diese mobilisieren. Dabei werden der Lymphfluss, die Durchblutung und die Elastizität des Bindegewebes gefördert.
Es kommt zur Entspannung der Muskulatur, Erweiterung des Bewegungsausmaßes der Gelenke und zur Reduktion bishin zur Beseitigung von Schmerzen. 

Tapen

Das Tapen ist eine unterstützende Methode bei verschiedensten Beschwerden / Erkrankungen im Muskel- und Skelettsystem. Einsatzgebiete sind Hüft-, Knie-, Fuß-, Schulter-, Arm- und Rückenbeschwerden, Sportverletzungen und auch Lymphödeme.
Das Tape-Material ist in Bezug auf Dicke und Elastizität der menschlichen Haut angepasst und unterstützt körpereigene Heilungsmechanismen. Es verbessert dieDurchblutung des Gewebes, die Mikrozirkulation in den Zellen und führt somit zu einer Schmerzminderung.
Da die Anlage eines Tapeverbandes anatomische und physiologische Kentnisse voraussetzt, sollte sie nur durch speziell dafür ausgebildete Personen durchgeführt werden. Unsere Therapeutinnen sind ausgebildet in Medi-Taping, Dolo-Taping und Kinesio-Taping. 

Magnetfeldtherapie

Unter Magnetfeldtherapie versteht man den Einsatz von pulsierenden und statischen Magnetfeldern zur Behandlung von Erkrankungen. Ein therapeutisch eingesetztes Magnetfeld (hier: pulsierend) erreicht jede Zelle unseres Körpers. Es verbessert die Durchblutung und erhöht die Sauerstoffabgabe des Blutes an die Zellen, gleichzeitig wird der Nährstofftransport zu den Zellen gesteigert. Sind genügend Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiße u. s. w. vorhanden, werden viele Heilungsprozesse beschleunigt und Schmerzen gelindert oder gar beseitigt.   
Die Anwendungsgebiete sind sehr vielseitig:

  • Verbesserung der Knorpel- und Knochenstruktur (z. B. bei Arthrose, nach Knochenbrüchen)
  • allgemeine Rückenbeschwerden, Verspannungen
  • spezielle Wirbelsäulenerkrankungen (z. B. Bandscheibenprobleme, Wirbelkanalstenosen)
  • Schlafstörungen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Regulierung des Blutdrucks
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Polineuropathie
  • vegetative Dystonie
  • Depressionen
  • diverse andere Beschwerden.

    Aber: die Magnetfeldtherapie ist kein alleiniges Wunder-Heilmittel, sie stellt eine unterstützende Methode dar.
    Sie darf NICHT angewendet werden:
  • bei Trägern von Herzschrittmachern und anderen elektronischen Implantaten
  • in der Schwangerschaft
  • bei Epilepsie
  • nach Organtransplantationen (da hierbei das Immunsystem unterdrückt werden muss)
  • bei Entzündungen
  • bei Fieber.